Philosophie als strukturelle Eigenschaft des menschlichen Denkens Der Impuls zu diesem Text entstand aus einer Frage von Ted Villella unter einem früheren Essay — ob eine Gesellschaft ohne philosophisches Denken überhaupt möglich sei. Ich lasse diesen Hinweis bewusst stehen, weil philosophisches Denken selten im völligen Monolog entsteht. Philosophie wird häufig als ein eigenständiger Bereich der Kultur oder des Wissens...
Die Philosophie hat ihre Exklusivität über fundamentale Fragen verloren. Doch das eigentliche Problem liegt nicht in diesem Verlust, sondern darin, dass ihre Selbstbeschreibung diesem Wandel bis heute nicht gefolgt ist.
Was macht einen Gedanken philosophisch Denken kann unterschiedliche Formen annehmen. Es kann Fakten beschreiben, Phänomene erklären, praktische Probleme lösen oder künstlerische Bilder hervorbringen. In all diesen Fällen richtet sich das Denken auf einen bestimmten Gegenstand: auf die Welt, auf Handlungen oder auf den Ausdruck von Erfahrung. Dabei werden Begriffe und Formen des Argumentierens verwendet, die als ausreichend...
Die philosophische Geste Philosophie beginnt nicht mit einer These, nicht mit einem Argument und nicht mit einem Begriff. Sie beginnt mit einer Geste. Das wird bereits sichtbar, wenn man versucht nachzuvollziehen, ab welchem Moment das Philosophieren sich überhaupt als Philosophieren zu erkennen beginnt. Eine philosophische Geste ist weder eine Aussage noch eine Annahme. Sie ist eine strukturelle Entscheidung des Anfangs, die...
Warum philosophiert ein Mensch außerhalb von Universitäten und Institutionen? Dieser Text untersucht, ob Philosophie überhaupt einen äußeren Zweck benötigt und weshalb sie immer wieder neu entsteht – unabhängig davon, ob die Welt sie braucht.
Hatschepsut Die Frau, die König wurde Hatschepsut ist die Erste in dieser Serie. Ihr Muster ist so klar, dass sie den Anfang machen muss. Nähe und Vertrautheit und Mut. Dann die Gelegenheit. Mehr braucht es manchmal nicht. Die Halle ist leer. Nur das Schaben...